Mit der Dokumentation „THE DORP – 40 days of our lives“ zeigt Downsideup Film aus Deutschland auf beeindruckende Weise das Leben in den Cape Flats (Afrikaans: DIE KAAPSE VLAKTE).
Wie schon in Beiträgen zuvor erwähnt, schuf die Apartheidsregierung dort Behausungen für nicht-weiße Südafrikaner, die nach den Bestimmungen des 1950 erlassenen Group Areas Act nicht länger im Kapstadter Zentrum, etwa im District Six, leben durften.

Ab Freitag letzter Woche stand mein Aufenthalt ganz im Zeichen der Mission „Hang out with the locals“, was mir immer besonders Spaß macht und ein Land wirklich kennenlernen tut man nur wenn man auch seine Leute intensiv kennenlernt oder wie teils auch einfach wiedertrifft.
Mission Teil 1: Triff Ralf Ullrich nach 15 Jahren wieder!
Ralf und ich hatten uns bei meinem Cousin in der Oaklodge, damals der hippste Backpacker der Stadt, kennengelernt. Er gehört zu den guten Freunden meines Cousin und dank Facebokk hatte ich ihn wiedergefunden. Wir telefonierten nach ein paar Mails dann kurz am Donnerstag und verabredeten uns für Freitag auf seiner Arbeit im Woodstock Exchanging Market.
Bei dieser Einrichtung handelt es sich um ein Kreativ-Zentrum im Herzen der flippigen Gegend von Woodstock. Ich war tief beeindruckt von diesem netten Platz und all den kreativen Geschäften und dann sah ich schon auf ein paar Meter Entfernung nach 15 Jahren wie gewohnt Ralf mit einem Bier in der Hand quasselnd mit Leuten wie es in Kapstadt eben angebracht ist vor dem Laden in dem er arbeitet. :))
Die Firma Maiden&Wolf verkauft sehr schöne, handgefertigte Lederwaren und ist auch mittlerweile schon in Berlin und Paris gefragt.
Nach ein paar Bier bei einem lockeren Gespräch mit seinem Chef und Freunden von ihm und einer kleinen Einführung gingen Ralf und ich dann einen heben, in Woodstock, in einer schummrigen Bar in der wir die einzigen Weissen waren, was aber eben auch nicht so ungewöhnich ist und auch kein Grund sich ins Hemd zu machen. Wir hatten einen sehr fröhlichen Abend und ich war um eine Erfahrung fern der Touristenpafde reicher, klasse.
Hier noch ein Bild kurz vorm Ende unserer Reunion 8|:DD

Am nächsten Tag wollte ich Bryce um 11 Uhr abholen, genug Zeit auszuschlafen, aber daraus wurde nichts, denn entgegen der üblichen afrikanischen Unpünktlichkeit stand er schon um 9 auf der Matte. Wir hatten uns vor 3 Jahren in Mosselbay kennengelernt und sind dann auch via Facebook in Kontakt geblieben und die Rede war nur von 2 Übernachtungen, es sollte aber anders kommen. 88|
Da er noch den Freund seiner Schwester treffen wollte, der nur für eine Woche in der Stadt war und derzeit in Singapur lebt, ging es schnurtracks in die Bar van Hunks in der Kloof Street, die ich auch bereits vor Jahren mal besucht hatte.

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Es entwickelte sich direkt eine witzige, warmherzige Unterhaltung und gegen Mittag fuhren wir dann mit Stuart, einem Freund von Bryce zum Love and Light Festival ins gut 60 Kilometer entfernte Wellington.
Wilde Party, auch wenn man gerne mal sagt man ist zu alt für so nen Scheiss, es war sehr nett da und von dort aus ging es in mein Domizil für die nächsten Tage, wo mir auch direkt offeriert wurde bis Abflug zu bleiben.

Ich kam so zu einer Geburtstagsfeier im Haus von Eltern von Stuart’s Eltern, lernte Nordhoek kennen und konnte zwischendurch auch gut abschalten im verschlafenen Scarborough, dem letzten Örtchen au dem Weg von Kapstadt zum Kap, ca. 50 km aus der Stadt raus, traumhaft gelegen. Hier nun die Bilder von Ort und Umgebung.

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Meine kleine Surferbude am Ende, klasse Bude!

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Ein schöner Platz zu abschalten und good company gabs dazu und wen es nur der Hund von Bryce war, mit dem ich am Strand langlief.

Es wurde alles in allem eine Menge gefeiert und nun ist diese Geschichte in Südafrika auch wieder vorbei. Am letzten Tag fuhren wir dann morgens seine Haushälterin mit der kleinen Tochter ins Township Masiphumelele, was sehr interessant war und nichts mit einer geführten Tour zu tun hatte, was eben den Reiz ausmachte. Wie ich hier allerdings lese, die Kriminalitätsrate dort ist als sehr hoch eingestuft: http://www.livinghope.co.za/about/living-hope/communities/masiphumelele/ Ist sicher nicht jedermanns Sache, spannnend fand ich es trotzdem.

Im Anschluss fuhren Bryce und sein Chaotenfreund van Eyk dann noch mit mir zum krassen Gegensatz in Noordhoek, den Cape Point Wineyards. Was ein herrlicher Platz um den Tag zu verbringen. Von dort aus ging es dann zum Flughafen, wo ich dann die letzten Rands loswurde und die tage schon sacken liess………. Spannender Abschluss unter den Einheimischen, das bringt mich wieder weiter.:wave: