Nachdem ich nun über eine Woche wieder hier bin, kann ich nun mit etwas Abstand meinen letzten Aufenthalt am Kap aufhalten. Zum Ende hin wurde es nochmal etwas anstrengend, denn unser Flug wurde gecancelled und British Airways stand vor der Aufgabe uns und eine Menge weiterer Passagiere mitten in der Nacht in Kapstadt unterzubringen. 
Als Trostpflaster wurden wir im 12 Apostles Hotel in Camps Bay untergebracht, welches 5 Sterne hat und kaum Wünsche offen lässt. Hierzu aber später mehr. 

Ich möchte beginnen mit dem neuen Hotel nahe der Waterfront, welches nebenher auch noch das Zeitz MOCCA (Zeitz Museum of Contempory Art Africa) beherbergt. Da am 1.März erst Eröffnung gewesen war, nahm man es an der Tür nicht so streng mit Besuchern und wir kamen trotz legerer Kleidung und Flip-Flops in die sensationelle Rooftop Bar. 
Das ursprüngliche Gebäude kennt ein jeder der schonmal in Kapstadt gewesen ist. Vor gut 100 Jahren war es noch das höchste Gebäude des südlichen Afrikas und als ich vor 2 Jahren dort war, dachte ich erst man würde es abreissen, aber falsch gedacht, denn stattdessen ist dort nun eines der exklusivsten Hotels und Museen Kapstadts entstanden. 

1924 wurde das Gebäude im Gasthaus der Meere eröffnet, zu einer Zeit in der Südafrika mehr und mehr Ansehen in der Welt erfuhr. Fast 80 Jahre leistete es gute Dienste und wurde schliesslich 2001 geschlossen und marodierte ab da vor sich hin.

  

Um das kulturelle Erbe des Ortes zu bewahren beschäftigte man den Londoner Industriedesigner Thomas Heatherwick, der international schon einige großartige Projekte realisiert hat, wie etwa den englischen Pavillon auf der EXPO in Shanghai 2010 oder die Bombay Saphir Distillerie. 

Herausgekommen ist ein wunderschönes Hotel mit angeschlossenem Museum, welches wirklich keine Wünsche offen lässt, mit einem Einstiegspreis von ca. 1.100,-  € pro Zimmer auch wirklich nicht gerade günstig ist. 

Die 28 Hotelzimmer bieten ALLE eine Aussicht auf den Tafelberg und liegen über den 9 Etagen Kunstmuseum und neben der Rooftop Bar gibt es noch ein wunderschönes Restaurant und einen üppigen Spa Bereich, den gegen Endgeld auch Nicht-Gäste nutzen können. 
Die Tage wurde nun auch auf der Seite des Hotels hingewiesen dass die Bar oben auf dem Dach ausschliesslich für Hotelgäste zugänglich ist und so waren wir froh, dass wir in dieser grossartigen Atmosphäre mit Blick auf Hafen, Robben Island, Tafelberg und Lions Head einen Cocktail geniessen konnten. 

 

Ansonsten waren es fast 4 schöne Wochen die alle Beteiligten genossen haben. Ich werde die Tage nach und nach Neuigkeiten von der letzten Reise präsentieren. Ich denke mit diesem Projekt habe ich da einen guten Anfang gemacht. 

Im Anschluss trafen wir noch alte südafrikanische Freunde von mir auf mehr Bier als gedacht und fuhren alle am Abend nochmal mit dem Schiff raus zum „sunset cruise“.

 

Und wie ich es immer wieder sage, am meisten fehlen mir wenn ich hier bin neben dem guten Essen und der traumhaften Umgebung immer wieder die Menschen. Ich bin froh dass dort soviele Freundschaften geschlossen habe und mich kein bisschen fremd mehr dort fühle. 

Tja, und jetzt sitze ich wieder am Schreibtisch und freue mich dass wenigstens der Frühling pünktlich in Deutschland einzieht. 

Hier noch das Promo Video für Kapstadts neues Juwel:

……to be continued 🙂

 Es sind Sommerferien am Kap und die Küste des Landes ist überbevölkert, gerade in den KüstenmetropolenDurban und Kapstadt. Ich war 2x in dieser Zeit am Kap und kann diese Zeit, in die auch die deutschen Weihnachtsferien fallen nicht für einen Urlaub empfehlen, es sei denn man ist schon öfter im Land gewesen und nimmt mit dem Inland Vorlieb.

In Kapstadt sind die Strände überfüllt und ob man auf den Tafelberg oder in das TwoOceans Aquarium möchte, man kann überall lange Wartezeiten einplanen, was mit der Zeit etwas nervtötend ist.

Einziges zu verpassendes Hilight in dieser Zeit ist der Umzug der Kaapse Klopse am 2.Januar, das quasi 2.Neujahrder Kapstädter, wenn die an die 13.000 Minister in bunten Gewändern singend und tanzend durch die Stadt ziehen. Entstanden ist dieser Brauch in der holländischen Kolonialzeit, in der die weissen Kolonialherren ihr Neujahr am 1.Januar feierten und man es den malaischen Sklaven in Bo Kaap gestattete nach ihren Bräuchen am 2.Januar zu feiern. Schon damals, weit bevor es den Begriff Apartheid gab, waren die Menschen in der Kapregion ethnisch schon recht strikt getrennt, weshalb es heutzutage besonders schön ist wenn alle nun zusammen feiern.

Ansonsten ist Südafrika nach wie vor gelassen, auch wenn die Dürre dieses Jahr große Löcher gerissen hat und der Rand per annum immer noch einen enormen Kurs von 1 € :17:5 ZAR hat, was den bisherigen Tiefststand bedeutet.

In der Zwischenzeit haben die extrem trockenen Regionen teils etwas Regen abbekommen, allerdings kann man nur hoffen, dass dieses sog. Klimaphänomen auch wirklich nur ein Phänomen ist, denn diesmal ging es schon an die Substanz.
Und es dauert auch noch an. In mehreren Teilen Südafrikas wurden am Dienstag Rekordtemperaturen gemessen. Auf Eyewitness News werden diese in einer Grafik dargestellt und man möchte sich nicht ausmalen, wie die Welt wird wenn diese Entwicklung in diesem Stil weitergeht. 48,6 Grad (!!!) wie in Augrabies Falls klingt jedenfalls schon apokalyptisch. Zum Wochenende soll es wieder etwas runtergehen und einige Regionen erwarten auch wieder Regen.

Gerade die Maisernte war durch die Dürre im südlichen Afrika katastrophal

In der Zwischenzeit macht der „fail state“ Zimbabwe gerade wieder fleissig von sich reden, denn man hat nun nach dem Dollar den chinesischen Yen eingeführt. Fest steht dass man soviele Währungen einführen kann wie man will, solange Mugabe weiter in seiner Rolle als mieser Despot agieren kann, wird dieser Staat nicht auf die Beine kommen, auchnicht mit dicken Investitonen der schleichenden Kolonialisierung durch die Chinesen.

 

 

 

Abschliessend noch ein schöner Spot vom deutschen Werbefilmer Jonas Ginter für Mercedes Benz/South Africa. Da steigt direkt in Urlausbsfreude und in 4 Wochen um die Zeit sind wir dann auch schon vor Ort.

Cruising Cape Town from j0n4s on Vimeo.

Als der Politikstudent Manxwele Chumani die Statue von Cecil John Rhodes Anfang März mit Exkremten beschmierte, ahnte ich bereits, dass es schlechte Stimmung geben würde am Kap.
Was in den letzten Wochen folgte, befeuert von Aufrufen in sozialen Netzwerken, die ich immer kritischer sehe gibt einem schon zu denken. Immer massiver protestieren schwarze Studenten gegen Symbole der Kolonialisierung und Gleichstellung an Universitäten und erzielten gestern mit der Entfernung der Rhodes Statue an der Universität von Kapstadt einen ersten großen Erfolg.

Mit der Dokumentation „THE DORP – 40 days of our lives“ zeigt Downsideup Film aus Deutschland auf beeindruckende Weise das Leben in den Cape Flats (Afrikaans: DIE KAAPSE VLAKTE).
Wie schon in Beiträgen zuvor erwähnt, schuf die Apartheidsregierung dort Behausungen für nicht-weiße Südafrikaner, die nach den Bestimmungen des 1950 erlassenen Group Areas Act nicht länger im Kapstadter Zentrum, etwa im District Six, leben durften.

Nach einem entspannten Flug landeten wir Mittwoch Nacht in Kapstadt und waehrend Kirstin sich akklimatisieren musste habe ich einen socialize-Nachmittag mit ein paar alten Bekannten an der Bar verbracht und war noch abends in Seapoint um meinen Freund Hugo zu treffen :>

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Gestern haben wir uns dann ein Hop On Hop Off Ticket genommen und sind in den botanischen Garten, der mit dem Canopywalk durch die 12 Meter hohen Baeume um eine Attraktion reicher ist, der Blick von ort aus ist grossartig. Danach nach Hout Bay den Seehunden beim Spielen zusehen und anschliessend zum Lunch nach Camps Bay im japanischen Restaurant, was mal wieder grossartig war.

Hier geht es zu dem luxurioesen Umi in Camps Bay http://www.umirestaurant.co.za/

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Und mittlerweile muss ich doch sehen was ich in Kapstadt noch nicht gemacht habe, aber keine Sorge, die Stadt zeigt mir jedes Mal wieder neue Dinge und so war das Hilight gestern Abend das Dinner in der 21.Etage des Ritzhotels, welches ueber die einzige sich drehende Bar in Kapstadt verfuegt.

Wir hatten mit Hugo und Jana sehr nette Gesellschaft und eine atemberaubende Aussicht zu dem Gemsbokfilet fuer mich und Linefish fuer Kirstin. Der Sonnenuntergang dort ist jedenfalls eine tolle Sache und wird von Pianomusik begleitet.

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Gleich fahren wir dann in die Stadt und sehen uns den Companies Garden an, von dort aus ins hippe Woodstock um einem Freund Hallo zu sagen und auf der Speisekarte steht heute mal ein Edel-Hamburger, nachdem wir vorgestern bereits im Hussard Grill dem besten Steak der Stadt gefroehnt haben. Morgen frueh springen wir dann um 10 Uhr auf den Zug in die Karoo, wo es dann wieder schoen ruhig wird. Unser Zimmerfenster ist zur Strasse und es ist als wuerde man auf dem Buergersteig schlafen vom Laerm her.

Achja, und zum thema Politik ist auch wieder etwas zu berichten, es gab vorgestern grosse Tumulte bei der Parlamentseroeffnung und die Regierung von Mr.Zuma zeigt mehr und mehr, dass sie fuer Demokratie schlichtweg zu bloed ist und da sind wir dann auch wieder bei meinem einzigen Problem was ich mit meinem Lieblingsland habe, ich finde jene die hier regieren grotesk, dekadent und sehr dumm, die Zeit wird Entscheidungen bringen, da bin ich mir sicher…….

Hier nun endlich das Interview mit Deon Meyer, auch diesmal wieder auf english „abgedruckt“, ich hoffe das ist der richtige Weg und es bedarf keiner Übersetzung. Besonders interessant finde ich die geplante Verfilmung von 13 Stunden, den erwähnten Hauptdarsteller Sean Bean jedenfalls kann ich mir sehr gut vorstellen als Benny Griessel.

  

1.)Hello Deon, thank you for taking your time to chat with me. Your new book Cobra released a few months ago and it is another great piece of thriller writing.
Benny Griessel is again the main character and it looks like he is your favorite character. What is the reason for that?

Thank you for the kind Cobra comments. Characters are like children — I love them all equally, and honestly don’t have favourites. It just seems that stories fin Benny easier than deny of my other creations.

2.)On the book tour event I’ve visited in Dormagen you’ve told that there are plans for a movie. Could you tell me a bit more of these plans? Who would be the perfect actor to play Benna?

The film rights to THIRTEEN HOURS has been sold to a major movie company, but the process of actually making the film is inscrutable, and often pretty slow. However, it does look like they will go into production in the next twelve months. British actor Sean Bean has been tied to the project, and he is such a hugely talented man that I’m sure he will be a great Benny.

3.)As I’ve read on your facebook site you’re working on the next Griessel story. You’re doin a lot of interviews in the scene for your stories. Seems like you’re working all day. Tell me a little biut of the next book „Ikarus“, only a little bit.

When Captain Benny Griessel is called into investigate a multiple homicide, it pushes him close to breaking point – a former friend and detective colleague has shot his wife and two daughters, then killed himself. He has to survive, and the only way he knows how, is to hit the bottle again. Hard.

But his help is required to investigate a high profile murder of a graphic designer and MD of a new tech startup, whose body was discovered buried in the sand dunes north of Cape Town. Can Benny pull together the strands of his life in time to catch the killer?

4.)I’ve read in the news Africa is the new number one of thriller writings after all these books from Scandinvia in the last years. What is the reason for that?

I really don’t know. And I have a sneaking suspicion that the news got it wrong. Africa will need a super-bestseller like Stieg Larsson to turn it into the ‘new Scandinavia’.

5.)Why is your main genre Thriller? Are you influenced by any other author?

Perhaps we all have a natural niche when it comes to telling stories. Mine happens to be thrillers, probably because I fell in love with the genre at a fairly young age. My great influences were Ed McBain, and John D. McDonald.

6.) You are writing your books in your native language Afrikaans, a very powerful language which allows you to express things in a very vibrant way. How do you see the future of Afrikaans?

The future of Afrikaans is irrevocably tied to the future of South Africa. Even though the language is really blooming in terms of literature, film, music and theatre, it will only survive if our country and our democracy continues to survive and grow.

6.) South Africa is still a rough country with a lot of crime tourist’s are not affected with, but it changed a lot in the last years. How do you think about the progress in the fight against crime in the last years?

The South African Police Service has made huge progress against tremendous odds, but political, geo-political, and socio-economic circumstances continue to present new and bigger challenges . Further — and more effective — progress will be determined by the success of our government, and not by the police.

7.)You like spending your time in the Loxton, a small town in the Karoo. I’ve heard about the „I Am Living Trust“ in Loxton which is supported by you. Would you please tell me a little bit more of it and what interested people in Europe can do to support trusts like that?

Changing lives, creating opportunities: The I Am Living Trust is non-profit initiative by the people of Loxton, focused on the disadvantaged children of our town. Feeding schemes, a reading programme, better education through adequate numbers of teachers and classrooms, special projects to stimulate, motivate and educate our children – these are our priorities. To reach our goals, and create a better future for these children, we need financial support, and would be extremely grateful for every Euro donated.

8.) I’ve seen a lot of german tourist’s in Cape Town and at the coast at my last visits, for a german guy like me a little bit too much if I’m coming to a foreign country to visit. Why do you think especially germans like to come to South Africa?

Right now, I’d say the sunshine …

9.) Finally I want to know which is your favourite south african rugby team, author and music and which sports, books and music from outside Europe you like. Just tell me…..

I have a soft spot for the Free State Cheetahs, but they have been pretty disappointing these past few years. My favourite South African author is Marlene van Niekerk. Music: Lize Beekman.

Deon_Meyer

Deon Meyer und ich bei der Lesung in Dormagen, kurz nachdem ich mir „Cobra“ habe signieren lassen…

…….und ich freue mich schon auf neue Bekanntschaften, neue Eindrücke und all die Dinge die ich über die Zeit mögen und schätzen gelernt habe. Am 11.2.2015

steigen meine Freundin und ich in den Flieger gen Kapstadt, zeitig zum deutschen Karneval, so dass mir das wieder erspart bleibt B)
Ich bin gespannt wie Kirstin Südafrika gefällt, denn schliesslich ist es ihr erstes Mal. Für mich ist es diesmal ein kleines Jubiläum, denn ich fahre nun zum 10. Mal an die Südspitze Afrika’s.

Doch was gibt es Neues vom Kap in den letzten Wochen? Fangen wir mit den erfreulichen Nachrichten an….

Miss World 2014 ist Südafrikanerin!

Am vergangenen Wochenende entschied Rolene Strauss aus Volksrust (Republik Mpumalanga) in London die Wahl zur Miss World für sich. Eine positive Nachricht die Südafrika durch andere Ereignisse der letzten Zeit gut gebrauchen kann.

Die 22-jährige Medizinstudentin ist stolze Repräsentantin und eine gute Botschafterin für ihr Land, wie auch ihr Misswahl Video zeigt…..

 

Die nächste gute Nachricht: Kapstadt ist mal wieder von einer grossen Zeitung zur schönsten Stadt der Welt gewählt worden!

Der britische Telegraph wählte Kapstadt zur schönsten Destination weltweit. Fast wirkt es schon obligatorisch, denn in den letzten Jahren wird Kapstadt immer wieder an vorderster Stelle gesehen und das zu Recht. Neben der Schönheit denke ich auch, dass es eine der bestfunktionierensten Grossen Städte auf dem ganzen Kontinent ist.
Congrats Cape Town! You rock! 88|.
http://www.telegraph.co.uk/travel/citybreaks/11271025/The-worlds-best-cities.html

Und nun zu den schlechten Nachrichten. Neben diversen Überfällen auf Geschäfte landesweit in Serie wurde der Torwart und Kapitän der südafrikanischen

Nationalmannschaft Senzo Meyiwa im Haus seiner Freundin, der bekannten Popmusikerin Kelly Khumalo in einem Township nahe Johannesburg erschossen.
Diese Geschichte traf Sportfreunde im Land tief und zeigt auch wieder drastisch wie sehr die Kriminalität im Land immer noch präsent ist und die desolate Regierung von Jacob Zuma mehr und mehr vor grosse Probleme stellt.

Allgemein wird die Luft immer dünner für Zuma und auch für die einst als Freiheitskämpfer angetretenen korrupten Gefolgsleute vom immer schwächer werdenden ANC. Es bleibt zu hoffen, dass Südafrika bald eine neuen Präsidenten hat, vielleicht ist Cyril Ramaphosa der richtige für diesen Job. Der Mann ist nicht nur Gewerkschaftsführer, sondern erfolgreicher Unternehmer, eine der schönen Geschichte die die Post-Apartheid Zeit geschrieben hat.

Und last but not least und das hängt auch mit der Arbeit der jetzigen Regierung zusammen: load shedding! Seit Wochen leidet Südafrika unter Stromabschaltungen, denn auf Grund schlampiger Wartung arbeiten die Kraftwerke nicht wie gewünscht und mit in Korruption geflossenen Geldern hätte man so manches Problem lösen können. Vor ein paar Wochen stürzte ein riesiger Kohlesilo ein, der eines der wichtigsten Kraftwerke versorgt. Seit dem hagelt es Kritik für Regierung und Stromanbieter ESKOM. Für ein Land mit sovielen Sonnentagen eigentlich unverständlich, dass Solarenergie dort seitens der Regierung angetrieben wurde.
Hier ein Artikel zu den Stromprognosen für die Weihnachtstage. http://www.nzz.ch/wirtschaft/dunkle-adventszeit-in-suedafrika-1.18444710
Das weckt Erinnerungen an die Stromkrise 2008, die auch in diesem Blog dokumentiert ist. Nicht schön und vor allem so vermeidbar bei einem vernünftigen Management.

So, und nun zum Abschluss noch mal 2 Bilder aus 2011, als wir durch die Gegend um Ceres fuhren, der Keimzelle des südafrikanischen Fruchtanbaus. Fruchtbares Land in wunderschöner Landschaft und wenn ich diese Bilder sehe ist es ein Leichtes die schlechten Nachrichten vom Kap auszublenden. B) 😉

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Zum Abschluss ein wunderschönes Gedicht, dass der Reisende gut nachvollziehen kann wenn er die ersten Tage in der mother city verweilt:

Table Mountain standing high,
So majestic against the Cape Town sky.
Table Bay so wide and blue,
How I miss the sight of you.

Boulders beach where penguins play,
The perfect place to spend the day.
Cape Point juts out to the sea,
I’ve stood on the cliffs and felt so free.

Winding roads on mountains high,
Clear cool streams that flow close by.
Rolling waves that kiss the shore,
Seagull cries as above they soar.

Sandy beaches far and wide,
Waves on which the surfers ride.
Children flying kites with ease,
On the crisp cool Cape Town breeze,
Ceres Mountains stand so high,
Snow-capped against the winter sky.

Seasons they will come and go,
It’s all part of the Capes beauty show.
This was home for just a while,
And when I think of it I always smile.

For the friends that I made there,
For the good times we had to share.
These are friends I can’t replace,
And memories not even time can erase.

I wish I could have grown old there,
I wish we’d had more time to share.
But I knew that I had to depart,
And I did so with a heavy heart.

Südafrika ist ein Land brillianter Autoren. Kein Wunder bei seiner aufreibenden Historie, den inspirierenden Landschaften und den Emotionen die das Land weckt. Nicht selten sind südafrikanische Schrifsteller stark von politischen Hintergünden (Apartheid) beeinflusst und deshalb besonders interessant. Die Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu und Mandela haben Bestseller geschrieben und auch die dieses Jahr verstorbene Nadine Gordimer oder J.M.Coetzee sind hier zu hervorzuheben. Letzterer erhielt 2003 gar den Nobelpreis für Literatur.

Und auch ich habe nun bereits in einige Bücher die Nase gesteckt. Ich hatte mir früher nie viel aus Thrillern gemacht bis ich bei einem Wettbewerb auf der Website www.dein-suedafrika.de einen Band von Thriller-Autor Deon Meyer gewann, von dem ich nun bald alle Bücher gelesen habe.
Nun ist sein neues Buch „Cobra“ erschienen und ich lese es gerade mit Begeisterung. Besonders die Geschichten mit Benny Griessel, dem trockenen Alkoholiker im Dienste der Spezialeinheit Valke in Kapstadt habern es mir angetan. Förmlich gehe ich mit ihm auf die Jagd nach Verbrechern und düse mit ihm durch die Strassen von Kapstadt. Zum einen ist es toll zu lesen wenn man schonmal dort gewesen ist, zum anderen sind die Bücher sehr spannend und Südafrika verfügt nunmal leider auch über eine gewisse Qualität von Gewalt.

Ich habe Deon Meyer angeschrieben und ihn um ein Interview gebeten und seitdem haben wir nun ein paar Mal gemailed. Es ist immer wieder überraschend wie schnell ich Zugang zu solch prominenten Menschen der Regenbogennation bekomme und wie auskunftfreudig sie sind, das mag ich besonders an den Menschen am Kap.

Jedenfalls ist Deon gerade auf einer Lesereise die ihn durch Frankreich, Österreich, die Schweiz und auch Deutschland führt und so werde ich diesen Donnerstag an der Lesung in Dormagen mit Peter Lohmeyer teilnehmen und mir auch das aktuelle Buch signieren lassen.

deon meyer

Deon Meyer ist auch Regisseur und begeisterter Motorradfahrer. Über seine Tour durch die Karoo hat er auch ein Buch geschrieben, welches ich mir selbstredend auch kaufen werde. Er lebt in dem schönen Melkbosstrand hinter Blouberg, von wo aus es sich sicher gut Bücher schreiben lässt.

Wer nun Interesse beim Lesen dieser Zeilen bekommt an den Büchern diesen großartigen Autors, dem empfehle ich zum Einstieg „Der Atem des Jägers“, die erste Geschichte mit Kommissar Griessel.

Das Interview mit ihm wird in 2,3 Wochen auf diesem Blog erscheinen und ich hoffe uns bleiben auch am Donnerstag ein paar Minuten zum erzählen.

Falls Ihr Spaß an diesem Blog habt könnt Ihr um den Blog zu unterstützen bei Amazon über solche Links hier einkaufen. :wave:
Cobra: Thriller

Mehr über Deon im Web hier:

http://www.deonmeyer.com – Deon’s Website (english)

https://www.facebook.com/DeonMeyer.Author – Deon auf Facebook

Buchbesprechung Cobra Frankfurter Rundschau Online

Hier mal ein unglaublich schönes Video von „World from above“ in HD-Qualität. Dauert zwar 25 Minuten, aber es lohnt sich wirklich. Große Klasse, da juckt es bei dem Dauerregen direkt wieder runterzufliegen…….

Nicht weit gelegen von der ehemaligen Oak Lodge auf der Breda Street, (dem ehemaligen Backpacker meines Cousin’s Detlev) ist in Kapstadt auf der ehemaligen Farm des holländischen Einwanderer’s Nicolas Laubscher aus der Republik Fribourg etwas sehr schönes entstanden.

1708 hatte Laubscher ein Stück Land am Fuße des Tafelberges gekauft, welches er wegen seiner schönen Sicht auf die Oranje Bastion des Kastells in der Tafelbucht „Oranjezicht“ nannte.

oranjezicht city farm project

Nach Laubscher’s Tod übernahm 1731 der in Sas-van-Gent in Zeeland, Flandern geborene Pieter van Breda das Land und begann fleissig eine Farm aufzubauen, welche für die nächsten 200 Jahre in seinem Familienbesitz bleiben sollte.

Bester Kunde der Farm war die VOC(Vereenigde Oost-Indische Compagnie), denn das Kastell musste stets mit frischem Obst und Früchten versorgt werden und das mit steigender Nachfrage.

Nachdem in den frühen 60ern des letzten Jahrhunderts das Farmhaus abgerissen wurde und einem Bowling Green weichen musste, griff man nun vor 2 Jahren nun wieder die Idee auf dort zu farmen. An die alte Zeit erinnert noch die alte Sklaven Glocke, welche dort mahnend am Fuße des Tafelbergs steht.

city farm

Entstanden ist nun mit viel Ehrgeiz von freiwilligen Helfern und Spenden ein tolles Projekt, welches nicht nur wirkliche Bio-Nahrung abwirft, sondern auch den guten Willen Kapstadt’s zeigt die Stadt weiterhin grün zu gestalten.

Ich selber kenne nur das alte Bowling Green und habe dieses Projekt nur aufmerksam via Internet verfolgt, aber für mich ist klar wohin mich mein Weg führt wenn ich bald wieder in Kapstadt bin, auf die Oranjezicht City Farm.

Mehr über die Farm unter folgendem Link http://www.ozcf.co.za/

Wenn man den Companies Garden Richtung Tafelberg verlässt ist es nicht so weit dorthinzukommen, vorbei an Molteno Damm und De Waal Park sind es nur ein paar Meter auf dieses schöne Stück grüner Großstadt, welche Kapstadt ja nun zweifelsohne ist.

Bei meinen Recherchen hab ich nun auch endlich mal die genaue Geschichte des Molteno Damm studieren können, nachdem ich dort unzählige Male daran vorbeigelaufen bin und mich immer fragte wie lange, weshalb usw. dieses Wasserreservoir dort seinen Platz hat.

Der Damm wurde 1881 nach 4 Jahren Arbeit eingeweiht und speichert das kostbare Trinkwasser aus den Quellen des Tafelberges, welches üblicher Weise in den atlantischen Ozean lief.

Zuvor war auch Kapstadt, wie sich an den Strassennamen(Heerengracht, Kaizergracht, Buitengracht, Buitensingel, etc.) heute noch unschwer erkennen lässt, eine Stadt mit Grachten wie Amsterdam etc., aber diese waren mit der Zeit nicht gerade der öffentlichen Gesundheit zuträglich und deswegen sieht man dort heute dieses schöne Wasserreservoir samt historischem Wärterhäuschen.

Ich hoffe das Ganze hier ist ausführlich und ordentlich recherchiert.

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