Während wir uns in Deutschland am Wochenende den Herbst Willkommen heissen, bricht in Südafrika der Frühling an und lässt alles in bunten Farben schillern. Die Cape Floral Region, von der ich vor ein paar Jahren bereits in einem Beitrag berichtete, ist in folgende Gebiete unterteilt und gehört seit 2004 zum UNESCO Weltkulturerbe:

Tafelberg Nationalpark, Wildnisgebiet Zederberge, Wildnisgebiet Groet Winterhoek, Boland-Berge, Naturreservat de Hoop, Wildnisgebiet Boosmansbos und die Swartberge im Westkap, sowie Baviaanskloof im Ostkap. 
Ich hatte das Glück in allen gebieten gewesen zu sein, leider aber nie um diese Zeit, wenn überall die Blumenmeere die Landschaft zieren. 

Auch wunderschön soll es in Namaqua Land, einer der trockensten Regionen des landes soll es um die Zeit wunderschön bunt sein. Hierzu ein interessantes Interview aus der FAZ mit Professor Richard M.Cowling, einem der führenden Botaniker Südafrikas. 

Namaqualand liegt am Unterlauf des mächtigen Oranje Rivers, zum Teil auf südafrikanischer Seite, zum Teil auf dem Staatsgebiet von Namibia. Ein weiterer Name für die Region ist Sukkulentenkaroo, denn wenn die Zeit der Wüstenblüte vorbei ist, ist diese Region Heimat für eine Vielzahl sog. Sukkulenten. Sukkulenten sind Pflanzen die an besondere Klima- und Bodenverhältnisse angepasst sind, wie etwa Kakteen oder Aloe Vera, die allerdings nur einen sehr kleinen Teil der Sukkulentenfamilien bilden. Das Pflanzorgan ist bei Sukkulenten zur Wasserspeicherung umgebildet und so halten sie es weltweit auch in den hitzigsten Gegenden aus. Auch die Karoo ist voll von ihnen und nicht selten staunt der Besucher wie diese teils kleinen Pflänzchen wacker der Natur trotzen. 

Provinhauptstadt auf südafrikanischer Seite ist das vom Bergbau geprägte Springbok, nicht selten einer der heisstesten Orte, in dem das Thermometer nicht selten die 40 Grad-Marke überschreitet. Wer zur Wüstenblüte Springbok besuchen will sollte zeitig sich um eine Unterkunft bemühen, denn um diese Zeit erfreut sich dieses sonst recht verschlafene Nest an massig Besuchern. 

Was gibt es sonst Neues? Das Thema Landumverteilung ohne Entschädigung für weisse Firma kreist über dem Land wie ein Damoklesschwert. Sollte die Regierung um Cyril Ramaphosa Ernst machen und die Debatten zum Thema nicht nur Wahlkampfgeplänkel sein, wird Südafrika dunklen Zeiten entgegensteuern, aber dieses Thema ist nicht neu, es existiert quasi seit dem Ende der Apartheid und immer noch reicht ein Blick in das benachbarte Zimbabwe. 
Wirtschaftsverbände und auch die National Bank haben bereits die Regierung vor solchen Fehltritten gewarnt, Investoren hat das Thema auch bereits aufgeschreckt. 
Am Ende ist bisher in Südafrika immer noch alles gut gegangen und ich hoffe man findet andere Wege Ungerechtigkeit und Armut zu bekämpfen. 

Und nun etwas positives. Nach der längsten Dürre in seiner Geschichte hat Südafrika endlich mal wieder einen halbwegs normalen Winter erlebt. Mit relativ guten Niederschlägen, die die Dämme für die Metropol-Region Kapstadt auf per annum 64,4% haben ansteigen lassen, atmet man in Kapstadt auf und freut sich auch mal wochenlang bei Temperaturen um die 15 Grad und des nachts teils weit unter 10 die Zeit zu verbringen. 
Auch wir Europaer dürften diesen Sommer erleben was Dürre heisst, im Wester cape hat dieser Zustand nun 3 Jahre angedauert und Klimaforscher haben bereits den nächsten El Nino vorausgesagt. 

Die aktuellen Dam Level findet Ihr hier auf den Seiten der Stadt Kapstadt.

Durch die Krise ist Kapstadt allerdings nicht nur durch die Regefälle gekommen, sondern auch durch die massiven Wassereinsparungen bei denen die Bevölkerung im Gros ganz hervorragend mitgemacht hat. Die Stadt hat international dafür viel Lob bekommen und wird in der Zukunft noch als Vorbild für viele andere Metropolen gelten, die weltweit mit Wasserproblemen zu kämpfen haben. 
Wenn man bedenkt, dass man es in Kapstadt gewohnt war über 200 Liter am Tag zu verbrauchen (Im Vergleich verbrauchen wir Deutschen um die 120 Liter) und nun mit 50 Liter am Tag auskommt, dann ist das eine großartige Leistung für eine solch große Stadt. 

Und am letzten Wochenende hat es nicht nur geregnet, es hat auch eine Menge geschneit, was bei Tauwetter weiteres Wasser für die Dämme bedeutet. Hier gibt es ein paar schöne Bilder

Tja, das war es erst einmal wieder. Ich bin nun schon seit 1,5 Jahren nicht mehr in Südafrika gewesen und auch wenn ich via soziale Netzwerke mit Freunden verbunden bin von unten und nach wie vor täglich online die südafrikanischen Onlinemedien studiere, es fehlt eben doch eine ganze Menge. Mir fehlt der Geruch von Afrika, das Essen, die unendliche Weite und die wundschönen Abendhimmel. 
Jedenfalls hoffe ich bald wieder oben auf dem Tafelberg zu stehen. Spätestens an meinem 50.Geburtstag will ich jedenfalls in Prince Albert mit einem Rotwein und ordentlich Kudufleisch auf dem Grill auf der Veranda sitzen. Das wird schon klappen….


 

 

Fuad Esack

Wie gewohnt auf english, habe ich Sportjournalist Fuad Esack aus Kapstadt interviewed. Ich bin über Instagram auf ihn gestossen und habe so einen neuen interessanten Kontakt bekommen, der mir vielleicht beim nächsten Aufenthalt am Kap auch ein paar Türen zu den Sportarten öffnet, die eben ausserhalb von Cricket, Rugby und Fussball in Südafrika stattfinden. 

Here we go:

Hey Fuad, thanx for taking your time and I’m glad to meet you via social network and hope we will have a drink when I’m back in town next time.
I found your profile on Instagram and was amazed by all the great side sport pictures.
Coming to South Africa every year and watching SA sports people on TV whenever I can I see most of the time Rugby, Cricket or if there are Olympic Games Swimming, Running etc., but as in many cases SA has to offer much more than this.

1. Tell me something about your work and your bio.

I work for Cape Community Newspapers which is owned by Independent Newspapers, owners of the Cape Argus, Cape Fuad EsackTimes and Daily Voice. The Star in Joburg, Diamond Fields Advertiser in Kimberley and Durban’s Mercury are also Independent publications.
I’m am the sports editor responsible for sport coverage in 12 of 14 Community Newspapers. We’re free weekly sheets distributed to households in suburbs across the city- from Hout Bay to Bellville, Tafelsig (in Mitchell’s Plain) to Table View.
 
I cover all sports in all of our distribution areas, especially the lesser known or marginalised sport like table tennis, basketball and volleyball. I enjoy taking pictures, am skilled at newspaper layout and design and a little bit if content creation for our social media platforms.
 
Must admit I never figured I’d be working as a sports journo, never mind being the sports editor. Been doing for 12 years during which I’ve won numerous industry awards, most notably the Sanlam Community Sports Writer of the Year-round 2000, 2004, 2005 and 2006. Despite the accolades, I do not consider myself an expert in my field, just love what I’m doing. I jokingly say to whomever willing to listen that I was born to do this shit.😀

2. Who was your first big hero in sports?

Sports Hero – Muhammad Ali, without a doubt.

3. What kind of side sports is the next big thing in SA?

The next big thing in sports. I have a feeling it might be MMA or some kind of fighting sport. It already has a huge following, what we now need is a world champion for it to blow up big time.

4. I’ve seen a lot of Basketball pictures on your profile. How is Basketball organized in SA and do you see a chance for a pro league some day?

Doubt we’ll have a full on professional league anytime soon. I think it’s tough for any sport outside the big three – cricket Fuad Esackrugby and soccer – to crack it. On a professional level, if it can’t generate revenue, it won’t make it. Here we talking TV deals, sponsorship, marketing and all of that. I think the local market just not able to accommodate other sports in a big way. A number of minor sports – hockey, motor racing and even basketball have a professional league of sorts, but it can’t be compared to the big boys of professional sport. Long way to go!

5. When I’ve been at the Cape Town Sevens 2 years ago I’ve seen the first time in my life netball. Very british and with tradition I guess, but what about girls Basketball? I think it is much more attractive than netball.

Indeed, netball, like cricket, very British. We have a decent national netball setup, but not much happening at grassroots level. In some ways, netball also a little elitist. Those involved with the sport might disagree, but from what I can see, the development of netball I poorer areas are neglected.

6. What do you think will be the next big sports event in Cape Town’s white elephant – the Greenpoint Stadium.

You’re right the World Cup stadiums a bit of a white elephant. To throw a spanner in to the works if the euphoria that was all the rage during the 2010 showpiece in South Africa, I think the stadiums are a painful reminder of a nasty legacy FIFA left us with. Don’t get me wrong, the soccer was great, but just like Zuma and his cronies, Sepp Blatter and his Mafioso family, milked the country for their own benefit. But that’s another story… Short of the Olympics or Commonwealth Games, I don’t think there’s another big sporting event on the horizon for South Africa. That said, the stadiums are being used for big concerts, Sevens Rugby etc…

7. Do you think the Soccer World Cup was a good thing for the country? I think there are like always two sides of the medal.

Back to the Soccer World Cup, sure, we all enjoyed it while it lasted, but I don’t think the masses really benefitted in the long run. Only a select few made millions and they’re all criminals in my book anyway. Watch a documentary entitled „The Untouchables“ by some German sport journalist, who was in fact banned from covering the 2010 event. I actually attended a workshop he presented in the Cape Town ahead of the World Cup.

8. Are there any projects for kiddies you do support and is there a way for us here in Europe to give some support in sport projects for kids in SA?

There are few sports projects that I support but one of my favourites is „Run4Schools“. It’s a Netherlands-based charity foundation started by one Lesley Pangamanan, who runs marathons, including Two Oceans and Comrades, to raise funds for the project based in Mitchell’s Plain. Check em out.

9. As i told you, my sport is waterpolo. How do waterpolo players and swimmers deal with the water chrisis in Mother City? A lot of pools like the one in Newlands are empty and I hope there are still opportunities for the water sports except the Atlantic Ocean 🙂

Must admit I don’t know much about water polo. Very few schools actually offer it and on a club level, there’s not much happening at this point.

10. South Africa has a new president now. What is your biggest wish for your own future and for the future of your country?

New pres, new broom…😎
Hope the good vibes will last. I hope that South Africa can live up to its promise of being a leading country on the continent and of course on the global stage. My biggest wish is to become an expert in my field, to be able to tell our story on various platforms in the most creative and visually appealing way and to travel. My wish is for the country to prosper, so we can all prosper.

11. When will there be a book with all these great pictures by Fuad Esack? Is it easy to print one in SA with a lower budget like with all these online services we have here in Europe?

As for my memoirs
a work in progress…😁
It’s fairly easy and relatively cheap to have one published. I imagine that we’re on par with what’s happening elsewhere in the world. I have printed one or two photo books for clients

12. Have you ever been or are you planning to visit Europe in the future?

Never ever travelled abroad. Missed out on an opportunity to spend a year in China, last year. Was short listed by the company as one of two journalists to be part of and Afro-China exchange programme but missed out to a younger, prettier woman😕 The programme is indirectly linked to a BRICS initiave involving a closer working relationshipa between Brazil, Russia, India, China and SA. Undoubtedly, one of my biggest wishes is to travel but Ive made peace with the fact that it may never happen.

Thank you for taking your time and it would be cool if we can watch some interesting side sports next time when I’m around together.

The Butcher Man

105 Main Rd, Green Point, Cape Town, 8005 OPEN DAILY - 9am to 10PM

Wenn es um Fleisch geht, dann ist Südafrika ganz vorne in der kulinarischen Welt. Bis auf Hühner gibt es in Südafrika keine Massentierhaltung und wenn man etwa die Garden Route entlang fährt und all die glücklichen Rinder auf den Wiesen sieht, dann kommt einem schnell der Gedanke einen Braai zu veranstalten.  In Kapstadt gibt es zahlreiche gute Metzgereien, u.a. auch deutsche Betriebe wie etwa Raith im Garden Center, wo man neben deutschen Wurstwaren auch eine Currywurst und eine Bild-Zeitung bekommt (wer’s braucht?) oder die Black Forest Butchery, die fest etablierte Kultbetriebe in der Mother City sind.  Vor 4 Jahren eröffnete auf der Main Road in Green Point, direkt gegenüber vom Stadion der Butcher Man. In einem modernen Ladenlokal bekommt man dort alles was man für einen ordentlichen Braai braucht. Fachkundige freundliche Beratung in einem perfekt durchdesigntem Laden, in dem man auch sehr gut essen kann. Ausserdem hat der Butcher Man auch hervorragenden Wein im Angebot. 

Neben Braai-Fleisch und Wurstwaren bekommt man auch hervorragendes Biltong in verschiedenen Variationen von Eland bis Kudu. Wir waren letztes Jahr dort für den Braai einkaufen und ich habe mir erst einmal eine Boerewors gegönnt. Boerewors st zwar nicht gerade das was einem der Doktor empfiehlt, aber wenn sie gut ist kann ich nur schwer widerstehen und die vom Butcher Man ist hervorragend.  Wenn Ihr also mal in Greenpoint seid, schaut einfach mal beim Butcher Man vorbei.

 

Butcherman Cape Town Greenpoint

Allgemein sollte man wenn man einmal dort ist auf jeden Fall mal mit Locals einen Braai mitmachen, denn das gehört schlichtweg dazu in Südafrika und hat einen gesellschaftlich sehr hohen Stellenwert und wer noch nie teilgenommen hat war irgendwie auch noch nicht wirklich in Südafrika. Ich bin dort vom Chef persönlich jedenfalls sehr gut beraten kaufen und war immer mit dem was ich dort gekauft und gegessen habe mehr als zufrieden. 

Ich geniesse die Abende mit Freunden am Braai zu stehen, ein kaltes Bier zu geniessen bei guten Gesprächen. Es ist ein Stück Lebensgefühl und eine gute Gelegenheit sich auszutauschen.  Bevor Ihr allerdings auf die Idee kommt an einer solchen Veranstaltung teilzunehmen, lest Euch am besten vorher erst die Regeln durch, denn so schön ein Braai ist, so hat er doch Regeln. Das Kapstadt Magazin hat sie hier gut zusammengefasst. 🙂  Um nicht missverstanden zu werden. Ich esse nicht jeden Tag Fleisch, erst Recht nicht zuhause, aber wenn ich am Kap bin kommt es schon mal öfter vor. Ich kaufe kein abgepacktes Fleisch und am liebsten esse ich Wild, so dass ich weiss dass es nicht aus einem der vielen schrecklichen Mastbetriebe kommt.  Die Produkte die hier teils in deutschen Supermärkten angeboten werden, lehne ich konsequent ab und es geht immer noch darum beim Fleischkonsum bescheiden zu sein, was vielen Leuten leider nicht gelingt, weswegen wir in Südafrika wie auch bei uns in Deutschland ein großes Problem mit viel zu schweren Menschen haben. In dem Sinne: KEEP THE BALANCE RIGHT!

Butcher Man Cape Town

Tja, und ansonsten gibt es leider auch nicht so schöne Sachen derzeit zu berichten. Die Wasserkrise hat Kapstadt fest im Griff und nun auch die deutschen Medien erreicht. Die Menschen stehen schon für Wasser an. In rührenden Aktionen sammeln Schulkinder und Organisationen aus anderen Teilen des Landes Wasser, welches in Bussen nach Kapstadt geschickt wird und ich hege immer noch die Hoffnung, dass die Stadt Kapstadt das Problem in den Griff bekommt.  Erst gestern wurde eine Quelle in Mitchells Plain angebohrt, die der Stadt mehr Wasser bringt und auch die Desalinierungsanlagen machen endlich Fortschritte. Trotzdem hat die ganze Geschichte mich davon abgehalten dieses Jahr in diesem Monat dem deutschen Karneval wie gewohnt zu entfliehen. Ich plane nun im Oktober zu fliegen und hoffe dass Kapstadt einen guten Winter mit viel Regen erlebt.  Ich kann nicht verstehen, dass Reisebüros immer noch mit Reisen nach Kapstadt werben, irgendwie ist das nicht das was ich unter nachhaltigem Tourismus verstehe. 10 Millionen Besucher werden dieses Jahr wieder erwartet, das kann einer so großen Stadt in der Situation das Genick brechen und da gilt es eben die eigenen Interessen mal hinten anzustellen und zuhause zu bleiben. So verhält man sich eben wenn einem wirklich etwas liegt an Land und Leuten. Auch bei meinen Eltern in der Karoo spitzen sich die Wasserprobleme zu. Gestern bekam ich folgende Grafik aus Prince Albert geschickt. Es gibt Zeit etwas gegen den Klimwandel zu unternehmen, packen wir es an! 

 

Trotz aussergewöhnlich gutem Regen in den letzten Wochen bleibt die Wassersituation am Kap stark angespannt. Um sich von der letzten großen Dürre zu erholen wird es lange Zeit dauern bis sich die Dämme erholt haben und während man in kleineren Orten noch relativ leicht helfen kann, fürchtet sich die Metropole Kapstadt vor Day Zero – der Tag an dem kein Wasser mehr aus dem Hahn kommt. 

Es ist schwer zu verstehen warum man nicht längst Entsalzungsanlagen in Kapstadt gebaut hat, denn die Probleme wurden vorausgesagt und kommen nicht aus dem Nichts. Neben der Dürre macht eben auch die stetig wachsende Einwohnerzahl und der steigende Tourismus der Stadt enorm zu schaffen. 

Der Theewaterskloof Damm bei Villiersdorp. Mit 480 406 000 m3 der größte Damm in den Westkap Region und damit der wichtigste für Kapstadt.

 

Wer die genauen Zahlen sehen möchte, die City of Cape Town stellt sie jeden Montag online hier zur Verfügung als PDF . Derzeit liegt das Volumen bei 36,8 % und die High Season steht erst noch vor der Tür. 

Die derzeitigen Regenfälle geben jedenfalls Hoffnung, denn in der Halbwüste Karoo hat es bei Beaufort West gestern gar das erste Mal seit den 70er Jahren geschneit und das zeigt auch was Südafrika für einen kalten Sommerbeginn erlebt. 

Meiner Ansicht nach liegt wie schon öfter geschrieben diese Entwicklung am El Nino und La Nina Phänomen und auch an den schmilzenden Polkappen. Dieser Umstand bedeutet, dass die Regionen die näher an den Polen liegen in Zukunft kälter werden, die restlichen Regionen allerdings auch viel trockener und wärmer. Die diesjährige Weltklimakonferenz zeichnet jedenfalls ein sehr düsteres Bild und auch Deutschland muss in der Hinsicht viel mehr tun als bisher. 

Bleiben wir also zuversichtlich dass sich etwas ändert, nicht nur in Südafrika. 

Ansonsten erwähnenswert sind was Kapstadt angeht Projekte, die so gar nicht zu der derzeitigen Situation passen, denn im Zentrum soll nun das höchste Hochhaus Kapstadts entstehen, was ja nun auch wieder Unmengen Wasser kostet wird. 

Großes Sorgenkind der Südafrikaner ist derzeit aber auch die Rugby Nationalmannschaft, die es einfach nicht schafft konstante Leistungen zu bringen.
Guten Ergebnissen in den letzten Monaten wie etwa eine hauchdünne Niederlage gegen die Überflieger der All Blacks .
Am letzten Wochenende verloren die Springboks desaströs 3:38 in Dublin gegen die starken Iren. 

Diverse Altmeister des Szene wie ehemalige Nationalspieler und -trainer fordern die Entlassung von Nationaltrainer Allister Coetzee, dessen Personalie von Beginn an für Unmut gesorgt hatte. 

Und mit der Niederlage nicht genug. Gestern bekamen die Rugby Fans in Südafrika einen weiteren Dämpfer eingeschenkt, denn die Weltmeisterschaft 2023 findet nun trotz der ambitionierten Bewerbung Südafrikas bei uns in Europa in Frankreich statt. Vielleicht werde ich mir dort mal ein Spiel ansehen, aber es ist ja noch lange hin. Freuen wir uns also erst auf die WM im nächsten Jahr in Japan. 

Tja, und dann gibt es ja noch das stets leidige Thema Politik. Während zu Mandela’s Zeiten und auch bei dessen nicht sonderlich brillianten Nachfolgern stets die Hoffnung auf die Regenbogennation herrschte, ein vereintes Südafrika in dem alle Menschen friedlich zusammenleben zu schaffen, hat Jacob Zuma das Land mit seiner dummdreisten Art in eine unangenehme Lage gestürzt. Mit der offen gelebten Korruption und besonders mit den schmierigen Geschäften mit der Gupta Familie hat Zuma die Armut im Land verstärkt und Südafrika zu einem Selbstbedienungsladen für Wirtschaftsgangster gemacht. 

Doch es wird immer enger für Zuma. Wie auch bei Trump in den Staaten kommen immer mehr pikante Details seiner kriminellen Machenschaften ans Licht. Einen wichtiger Faktor hierbei ist ein vor wenigen Tagen erschienenes Buch mit zahlreichen geleakten Informationen rund um den Despoten Zuma. Ich hoffe diesmal ist er dran und man stoppt ihn bevor er noch schlimmeres anstellt und seine Vetternwirtschaft weiter in das Parlament trägt, derzeit macht sich eine seiner vielen Ehefrauen stark für ihre Präsidentschaft. 

Wenig hilfreich für Zuma sind hierbei die Nachrichten aus dem Nachbarland Zimbabwe, wo auch ein Robert Mugabe seine Frau als seine Nachfolgerin ins Spiel brachte. Vorgestern hat das Militär das Heft in die Hand genommen im krisengeplagten, bitterarmen Zimbabwe, der einstigen Kornkammer des afrikanischen Kontinents. 

Mugabe, der das Land stetig seit seiner sog. Befreiung von den Kolonialisten abgebaut und ausgebeutet hat, steht derzeit unter Hausarrest und ehrlich gesagt wünsche ich ihm und seiner Brut ein ähnliches Schicksal wie anderen Tyrannen und dass der Mob die Geschichte zuende bringt. Das klingt hart, aber so ist es auch gemeint. Keine Gnade….

Welche Frage bei solchen Ereignissen jedoch immer im Raum steht ist: Was kommt nach Mugabe? 

Es gibt verschiedene Theorien und das Gerücht, dass die Chinesen mit an der Destabilisierung in der Region wirken heisst in meinen Augen nichts Gutes, wenn es denn stimmt. 
Es wäre jedenfalls ein Riesenfortschritt wenn Zimbabwe frei wäre und die Menschen dort im Zuge dieser Freiheit mit viel Fleiss und Euphorie ihr Land wieder aufbauen würden, welches einst die Kornkammer des afrikanischen Kontinents war. 

Das Monster und seine „Bitch“. Mugabe mit Ehefrau Grace.

Eine erfolgreiche Befreiung Zimbabwe’s könnte auch ein gutes Signal für Südafrika sein. Bisher hat die erschreckende Entwicklung dort nur als abschreckendes Beispiel gezeigt was passiert wenn man die Weissen aus dem Land treibt, bei einer Befreiung aber könnte Zimbabwe zum „role model“ für Südafrika werden und der beginn für einen Neuanfang im gesamten südlichen Afrika sein. 

Ich würde es mir wünschen, es ist schwer mit anzusehen wieviel Potenzial dort unten verplempert wird durch sog. „Bad leadership“. 

So, und das war es dann mal wieder zur aktuellen Lage in Südafrika. Ich schaue derzeit fleissig nach Flügen und ob sich die Wassersituation in Kapstadt tatsächlich entspannt. Es juckt schon wieder und gerade in diesen Tagen wo es in Deutschland draussen nicht gerade einladend ist und immer wieder schwirren meine Gedanken in Richtung Kap. 

Achja, und last, but not least. Ich habe gestern Deon Meyers neues Buch „Fever“ in der Buchhandlung meines Vertrauens geholt.
Ich denke es wird wieder sehr spannend, auch wenn es diesmal um Science Fiction in Südafrika
geht, aber die Lesung in einem alten Gewölbekeller in Köln war wieder einmal sehr interessant und vielversprechend. 

Jedenfalls ist dieses Buch nun im Handel erhältlich und es liegt ein erstklassiger Endzeit-Roman vor, der mit der Karoo eine denkwürdige Kulisse bekommen hat. 
Und zum Abschluss noch eins. Ich kaufe nicht mehr bei Online-Shops, es sei denn es sind Dinge die ich im Umkreis von 30 Kilometern nicht kaufen kann und schon gar nicht bei Amazon.

 

Geht in den Buchhandel, es liegt an uns allen selbst etwas besser zu machen….

 

 

 

 

Wenn ich in Kapstadt aufschlage geht es mittlerweile weniger um Sightseeing. Ich treffe Freunde, trinke hier und da mit ihnen was zusammen und natürlich geht man eben wenn nicht gerade irgendwo ein Braai ansteht eben auch fast täglich essen.

Mich interessieren neue Trends, vor allem eben die kulinarischen und was gerade up to date in der Mother City ist.
In diesem Jahr waren wieder einige nette Dinge dabei die ich hier nun etwas näher beleuchten möchte 🙂
Fangen wir mit einem Laden an den ich schon die letzten beiden Male auf der Liste hatte – The Village Idiot

Der Village Idiot ist eine Mischung zwischen Bar und Kneipe und wurde 2015 eröffnet. Regelmäßig gibt es dort Live Music und anscheinend ist der Laden in den 2 Jahren zu einer begehrten Adresse für das junge Feiervolk geworden.
Die Räumlichkeiten sind sehr großzügig und das Interieur mit einer lebensgroßen Straussenfigur auf der Theke wirklich sehr gemütlich und auch aussergewöhnlich.

Wir haben an diesem Abend draussen auf dem rundumlaufenden Balkon Platz genommen, um so nach dem Essen auch noch eine Zigarette geniessen zu können. 

Ich hatte einen sehr guten Boerewors Burger, Selin ein Bunny Chow und Behni das Braai Board, mit dem er denke ich dann auch der Gewinner des Abends war.

Bunny Chow ist eine Spezialität aus Durban. Es handelt sich hierbei um ein Curry, welches in einem ausgehöhlten Weissbrot gegessen wird. Seinen Ursprung hat Bunny Chow in der indischen Community in Durban und wer einmal nach Südafrika kommt und etwas landestypisches essen möchte, der sollte auch das probieren, auch wenn das im Village Idiot bei Selin nicht gerade auf Begeisterung stiess. 
Wer es besonders exotisch und preisgünstiger haben möchte versucht dann sein Glück vielleicht im Indian Food Market in der City Bowl, allerdings muss ich anfügen, dass ich dort im Jahr 2011 essen war und es mir vom Magen her so gar nicht bekommen ist 🙂 

Das Braai Board enthielt diverse Fleischsorten und es sah wohl nicht nur sehr gut aus, sondern schmeckte auch so.
Mein Boerewors Burger war sehr lecker und es war reichlich Salat dabei. Wäre eigentlich eine Sache die auch hier in Deutschland gut laufen würde. 

Alles in allem hat mir der Laden gut gefallen und ich werde beim nächsten Mal auch nochmal hingehen wenn dort Live Musik am Start ist, was meist am Wochenende der Fall ist. 

Ihr findet das Lokal auf der Loop Street, ziemlich zu Beginn und nicht so weit weg von der Waterfront. Wer nach dem Essen immer noch nicht genug hat, den zieht es um die Ecke wo die berühmt, berüchtigte Long Street beginnt. 

Wer sich die Speise-Karte en detail ansehen möchte findet hier die Karte

Und hier noch die Getränkekarte. Ich kann jedenfalls einen Besuch uneingeschränkt empfehlen. 

Village Idiot Braai Board

Bunny Chow

  • südafrikanische Spezialtäten wie Bunny Chow.
  • diverse Braai Boards – frisches vom Grill
  • gezapftes Craft Beer (5 Sorten zur Auswahl, sowie diverse aus der Flasche)
  • grosse Auswahl an Wein, Sekt und Cider

 

  • sehr interessante und aufwändige Inneneinrichtung
  • innen recht laut
  • viele Plätze draussen auf dem Balkon mit Blick auf die Loop Street
  • Nettes Personal
  • Sauber

 

Ereignisreiche Tage am Kap. Die Regierung um den korrupten Populisten Zuma kommt nicht zur Ruhe und die Luft wird immer dünner für ihn.
Jetzt muss ich dazu sagen, dass ich schon seit Jahren schreibe dass die Luft für Zuma enger wird und langsam mag es unglaubwürdig klingen, doch sein Weg ist eine Reihenfolge von Eskapaden, die ihm über kurz oder lang das Genick brechen werden. In dem Fall reden wir dann jetzt schon von lang, denn was Südafrika unter diesem gedungenen Verbrecher seit 2009 alles ertragen musste geht auf keine Kudu-Haut.

Bevor Zuma an die Macht kam, waren vor Amtsantritt Vorwürfe in insgesamt 783 Fällen (!!!!) wegen Korruption, Betrug, Geldwäsche und Steuerhinterziehung erhoben worden. Alle wurden vom Tisch gewischt, auch der Vergewaltigungsskandal im Jahr 2005, das Jahr in dem Zuma bereits von Thabo Mbeki wegen Korruptionsverdacht als Vizepräsident entlassen wurde. 
Und so wurde Zuma der mächtigste Mann Südafrikas, der nach und nach Leute anzog, denen er als passable Marionette diente um wirtschaftliche Interessen und Macht im Land zu erlangen, wie etwa die Gupta-Familie die 1993 aus Indien nach Südafrika kamen um dort ein Vermögen zu verdienen. 

Man muss sich das mal in Europa vorstellen. Ein Polygamist ohne formelle Schulbildung lässt sich von indischen Zuwanderern so weit schmieren, dass die in ihrer Villa schamlos Leuten Ministerposten anbieten und auch nicht davor scheuen Menschen in Südafrika via sozialen Netzwerken durch Rassismusdebatten aufzuhetzen, für die sie eigenes die Firma Bell Poltinger aus England engagiert haben. Hierzu ein interessanter Artikel aus dem Citizen. 

Soviel kurz zur Vorgeschichte. Weitere Artikel zu der Entwicklung der letzten Jahre gibt es hier reichlich im Blog an anderen Stellen. Doch was ist nun passiert?
Am Freitag feuerte Zuma Finanzminister Pravin Gordhan und seinen nicht minder aufrechten Vizeminister Mcebisi Jonas und strukturierte mal eben das Kabinett nach seinem Gusto um. 
Gordhan war angetreten um eben den Sumpf auszutrocknen, von dem auch gerne der derzeitige US-Präsident faselt, während er mit beiden Beinen knietief drinsteht.

Er ist Zuma und seinen Freunden, den Gupta’s, unangenehm geworden wie kein anderer und derjenige der alle Machenschaften der derzeitigen Regierung aufdecken kann. Und wenn Zuma fällt, so wird er nicht alleine fallen und dann wird es eine schöne Schlammschlacht geben, die auch die Zukunft des ANC gefährden kann, der bei den letzten Kommunalwahlen schon einige herbe Klatschen hinnehmen musste. 

 

Am gestrigen Montag rief man landesweit in Südafrika zum Black Monday auf. Massen strömten auf die Strassen in schwarzer Kleidung und protestierten gegen die Regierung. Und das war erst der Anfang. Am kommenden Freitag soll es einen nationalen „shut down“ geben, d.h. soll die Regierung lahmgelegt werden. Im Vorfeld hat man seitens dieser schon vorgewarnt, dass ein „shut down“ unerwartete Konsequenzen haben würde.

Mit anderen Worten droht die Regierung nun dem eigenen Volk und Südafrika hat nun endlich wieder einmal die Möglichkeit zusammenzustehen und zu zeigen, dass es keine Bananenrepublik ist, sondern eine wehrhafte Demokratie. 
Hierzu müssen allerdings auch die Leute in den Townships mobilisiert werden, denn auch wie wir das gerade in anderen Ländern der Welt beobachten werden politische Prozesse zu Gunsten deren entschieden die auch die bildungsfernen Schichten erreichen und das gestaltet sich nach wie vor als schwierig. 
Neu ist eben in der derzeitigen Situation, dass Zuma in der eigenen Partei bei vielen verspielt hat. 
Bei der Beerdigung von Freiheitskämpfer Ahmed Kathrada, der Zuma einen Brief hinterlassen hat in dem er ihn von seiner Beerdigung ausgeladen und zum Rücktritt aufgeforderte hatte, las Expräsident Motlanthe die letzten Zeilen von Kathrada an Zuma vor.
Die Reaktionen nach der Aufforderung zum Rücktritt, bei einer Veranstaltung wo alles vertreten war was im ANC Rang und Namen hat, sprechen Bände (z.B. Ex-Präsident Mbeki, die Mandela Familie).

Und noch etwas ist gestern passiert. Die angesehene englische Rating Agentur S&P (Standard&Poor’s) hat Südafrika auf Ramsch-Niveau heruntergestuft! Es wurde mehrfach angedroht, nun ist dieser Schritt vollzogen und so tief gesunken war das Land zuletzt im Jahr 2000. Doch was heisst das eigentlich wenn eine Rating Agentur einen soweit herabstuft? 
Durch die Herabstufung wird Investoren quasi abgeraten am Kap Geschäfte zu tätigen und somit gilt Südafrika als Riskoland für diese. Laut S&P ist die Abwertung eine Reaktion auf die Kabinettsumbildung durch Präsident Jacob Zuma in der vergangenen Woche. Dabei wurde speziell die Entlassung des international geachteten Finanzministers Pravin Gordhan betont . Die Neubesetzung des Amtes mit Malusi Gigaba wird als Risiko für die Stabilität des Staatshaushaltes gesehen.

Alles in allem eine sehr schwierige Entwicklung und ich hoffe mit diesem Beitrag relativ kurz und verständlich gezeigt zu haben um was es eigentlich geht. Es ist so wichtig für das Land, dass Zuma abtritt, anders droht Südafrika der „failed state“ zu werden, der von vielen schon seit Ende der Apartheid herbeigeredet wird und dann wird es auch für mich keine Option mehr sein, was mich sehr traurig machen würde. 

Mit Mmusi Maimane steht nach wie vor für die DA ein guter, gebildeter Diplomat und Hoffnungsträger in den Startlöchern, dem ich durchaus zutraue das Land weiter zu einen, so wie es sich Nelson Mandela immer gewünscht hat. Wir reden hier nach wie vor von einem der schönsten Länder der Welt, mit Möglichkeiten, Bodenschätzen und kreativen Menschen von denen andere Nationen nur träumen können. Seit Zuma’s Putsch am Freitag befindet sich auch der Rand mal wieder im freien Fall und steht zum Euro bei fast 1:15. 

Hier noch ein sehr guter Artikel der Deutschen Welle

Nkosi Sikelel Iafrika

  

 

 

 

Nachdem ich nun über eine Woche wieder hier bin, kann ich nun mit etwas Abstand meinen letzten Aufenthalt am Kap aufhalten. Zum Ende hin wurde es nochmal etwas anstrengend, denn unser Flug wurde gecancelled und British Airways stand vor der Aufgabe uns und eine Menge weiterer Passagiere mitten in der Nacht in Kapstadt unterzubringen. 
Als Trostpflaster wurden wir im 12 Apostles Hotel in Camps Bay untergebracht, welches 5 Sterne hat und kaum Wünsche offen lässt. Hierzu aber später mehr. 

Ich möchte beginnen mit dem neuen Hotel nahe der Waterfront, welches nebenher auch noch das Zeitz MOCCA (Zeitz Museum of Contempory Art Africa) beherbergt. Da am 1.März erst Eröffnung gewesen war, nahm man es an der Tür nicht so streng mit Besuchern und wir kamen trotz legerer Kleidung und Flip-Flops in die sensationelle Rooftop Bar. 
Das ursprüngliche Gebäude kennt ein jeder der schonmal in Kapstadt gewesen ist. Vor gut 100 Jahren war es noch das höchste Gebäude des südlichen Afrikas und als ich vor 2 Jahren dort war, dachte ich erst man würde es abreissen, aber falsch gedacht, denn stattdessen ist dort nun eines der exklusivsten Hotels und Museen Kapstadts entstanden. 

1924 wurde das Gebäude im Gasthaus der Meere eröffnet, zu einer Zeit in der Südafrika mehr und mehr Ansehen in der Welt erfuhr. Fast 80 Jahre leistete es gute Dienste und wurde schliesslich 2001 geschlossen und marodierte ab da vor sich hin.

  

Um das kulturelle Erbe des Ortes zu bewahren beschäftigte man den Londoner Industriedesigner Thomas Heatherwick, der international schon einige großartige Projekte realisiert hat, wie etwa den englischen Pavillon auf der EXPO in Shanghai 2010 oder die Bombay Saphir Distillerie. 

Herausgekommen ist ein wunderschönes Hotel mit angeschlossenem Museum, welches wirklich keine Wünsche offen lässt, mit einem Einstiegspreis von ca. 1.100,-  € pro Zimmer auch wirklich nicht gerade günstig ist. 

Die 28 Hotelzimmer bieten ALLE eine Aussicht auf den Tafelberg und liegen über den 9 Etagen Kunstmuseum und neben der Rooftop Bar gibt es noch ein wunderschönes Restaurant und einen üppigen Spa Bereich, den gegen Endgeld auch Nicht-Gäste nutzen können. 
Die Tage wurde nun auch auf der Seite des Hotels hingewiesen dass die Bar oben auf dem Dach ausschliesslich für Hotelgäste zugänglich ist und so waren wir froh, dass wir in dieser grossartigen Atmosphäre mit Blick auf Hafen, Robben Island, Tafelberg und Lions Head einen Cocktail geniessen konnten. 

 

Ansonsten waren es fast 4 schöne Wochen die alle Beteiligten genossen haben. Ich werde die Tage nach und nach Neuigkeiten von der letzten Reise präsentieren. Ich denke mit diesem Projekt habe ich da einen guten Anfang gemacht. 

Im Anschluss trafen wir noch alte südafrikanische Freunde von mir auf mehr Bier als gedacht und fuhren alle am Abend nochmal mit dem Schiff raus zum „sunset cruise“.

 

Und wie ich es immer wieder sage, am meisten fehlen mir wenn ich hier bin neben dem guten Essen und der traumhaften Umgebung immer wieder die Menschen. Ich bin froh dass dort soviele Freundschaften geschlossen habe und mich kein bisschen fremd mehr dort fühle. 

Tja, und jetzt sitze ich wieder am Schreibtisch und freue mich dass wenigstens der Frühling pünktlich in Deutschland einzieht. 

Hier noch das Promo Video für Kapstadts neues Juwel:

……to be continued 🙂

Eine kleine Bilderzusamnenstellung des heutigen Tages. 

In Prince Albert sind es typische 34 Grad und am Zugang zum Swartberg Pass lodert ein Buschfeuer.

Heute Abend gibt es Kudu Filet und ich fahre mut dem Jeep zum sundowner raus. Entschleunigung wie ich sie brauchte. Life is great! 

Am Montag zeigte ich meinen Freunden etwas die Umgebung rund um Prince Albert.

Wir fuhren durch das Township, um mal einen Eindruck zu vermitteln dass Township nicht gleich township ist und es eben auch dort Unterschiede gibt.

Von dort aus ging es zur Olivenfarm und dann in den Swartberg um die Natur zu geniessen. Danach ging es noch zur Weinprobe bei Fernskloof und Abend gab es Bobotie a la Mami 😂

Der Mittwoch war dann bei 40 Grad der erste Gammeltag der Reise und gestern haben wir meine Freunde zum Flughafen gebracht in George und ich bin nun mit meinen Eltern in Herolds Bay, wo wir eine tolle Unterkunft mit Blick aufs Meer haben.

Morgen geht es weiter nach Brenton on sea bei Knysna


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